Typ A ist heute die richtige Wahl
Für neue Anlagen in Deutschland kommt praktisch nur noch Typ A infrage. Typ A erfasst neben reinen Wechselfehlerströmen auch pulsierende Gleichfehlerströme, wie sie hinter jedem Schaltnetzteil, Dimmer oder Frequenzumrichter entstehen — also hinter fast jedem modernen Gerät. Typ AC erfasst diese Ströme nicht und ist für Neuinstallationen nicht mehr zulässig; wir führen ihn ausschließlich für den Austausch in Bestandsanlagen.
30 mA schützt Menschen, 300 mA schützt Gebäude
Der Bemessungsfehlerstrom entscheidet über den Zweck. 30 mA ist der Personenschutz und für Steckdosenstromkreise bis 32 A sowie für Räume mit Badewanne oder Dusche vorgeschrieben. 300 mA löst erst deutlich später aus und dient dem vorbeugenden Brandschutz, etwa als vorgelagerter Schalter für ganze Anlagenteile. Ein 300-mA-Schalter ersetzt niemals den 30-mA-Schutz an der Steckdose.
Zwei- oder vierpolig
Zweipolig für Wechselstromkreise (L und N), vierpolig für Drehstrom (L1, L2, L3 und N). Den Nennstrom — üblich sind 25 A, 40 A und 63 A — wählen Sie nach der Summe der dahinterliegenden Stromkreise, nicht nach dem einzelnen Leitungsschutzschalter.
Einbau und Prüfung gehören zur Elektrofachkraft. Die Prüftaste ist danach halbjährlich zu betätigen.

















